Selbstgemachtes Waschmittel aus natürlichen Zutaten – so einfach geht‘s

Selbstgemachtes Waschmittel aus natürlichen Zutaten – so einfach geht‘s

Wir zeigen dir 5 einfache DIY-Anleitungen für die Herstellung von Waschmittel - vom Flüssigwaschmittel bis zum Weichspüler

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Hast du schon einmal einen Blick auf die Inhaltsstoffe von Waschmitteln und Weichspülern geworfen? Ein Großteil der Waschmittel enthält viele chemische Inhaltsstoffe, die umwelt- und gesundheitsschädlich sind - von Duftstoffen bis hin zu Konservierungsmitteln und optischen Aufhellern. Mit nur wenigen Zutaten und Handgriffen kannst du ganz einfach dein eigenes Bio-Waschmittel herstellen. Das ist nicht nur gut für die Umwelt durch die Verwendung natürlicher Inhaltsstoffe, sondern schont auch den Geldbeutel. Denn selbstgemachtes Waschmittel kostet weniger als gekaufte Produkte. Außerdem ist das DIY-Waschmittel viel sanfter und daher ideal für empfindliche Haut. In diesem Artikel erklären wir, wie du Waschmittel und Weichspüler mit natürlichen Zutaten herstellen kannst.

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Diese 5 Tipps helfen dir beim Waschen mit dem selbstgemachten Waschmittel:

Wenn du dein DIY-Waschmittel verwendest, kannst du die Wäsche grundsätzlich wie gewohnt waschen. Für ein optimales Waschergebnis sind jedoch die folgenden Waschtipps zu beachten:

 

  1. Passe die Menge des Waschmittels immer auf den Verschmutzungsgrad der Wäsche und die Art des Waschmittels an. Für eine Waschladung mit Bunt- und Kochwäsche empfehlen sich 150-200 ml Waschmittel. Bei Fein- und Wollwäsche genügen schon 50-100 ml.

  2. Bei der Dosierung von Weichspüler orientierst du dich an der Wasserhärte deines Wohnortes. Je härter und kalkhaltiger das Wasser ist, desto mehr Weichspüler sollte man einsetzen. Zwischen 50-100 ml pro Waschgang sind in der Regel aber ausreichend. Hier kannst du die Wasserhärte nach PLZ ausfindig machen.

  3. Da dem Bio-Waschmittel Enzyme fehlen, empfiehlt es sich, hartnäckige Flecken mit Gallseife vorzubehandeln. Dazu lässt man die Wäsche mit der Seife etwa zwei Stunden einweichen, bevor man sie in die Waschmaschine gibt.

  4. Mit dem DIY-Waschmittel können sich, wie bei gekauftem Waschmittel, Ablagerungen in der Waschmaschine bilden, z. B. von Seife. Es ist daher sinnvoll, die Maschine ca. alle drei Monate mit 150 ml Essig oder 100 ml Zitronensäure bei mindestens 60 Grad ohne Wäsche zu spülen. Die Auto Clean Funktion unserer Lunar-Waschmaschinen übernimmt diese Aufgabe für dich und reinigt die Trommel der Waschmaschine ganz automatisch.

  5. Der Einsatz von ätherischen Ölen verleiht deiner Wäsche einen angenehmen Duft. Bei der Duftwahl sind dir keine Grenzen gesetzt. Achte aber bei der Auswahl auf ein naturreines ätherisches Öl ohne künstliche Duftstoffe. Mehr zu ätherischen Ölen und deren Wirkung findest du hier.

Waschpulver aus Waschsoda machen

Wie stellt man sein eigenes Waschpulver her? Die wichtigsten Bestandteile von Waschmitteln im Allgemeinen sind Tenside, also waschaktive Substanzen. Anstelle von synthetischen Tensiden verwenden wir eine umweltfreundlichere Tensid Seife. Weitere Bestandteile für Waschpulver sind zudem Waschsoda, Natron und Zitronensäure. Soda und Natron sind wirksam gegen hartnäckige Flecken, während Zitronensäure kalkhaltiges Wasser enthärtet und für strahlend weiße Wäsche sorgt. Bei farbiger oder dunkler Wäsche ist es daher besser, die Zitronensäure wegzulassen oder die Menge zu reduzieren.

 

Zutaten für 500 g selbstgemachtes Waschpulver:

  • 100 g Kernseife (Alternativ: Seifenflocken)
  • 150 g Waschsoda (reines Soda)
  • 150 g Natron⁠
  • 100 g pulverisierte Zitronensäure
  • Optional: 5-10 Tropfen ätherisches Öl

 

4-Schritte-Anleitung:

  1. Zuerst wird die Kernseife mit einer Reibe fein geraspelt.

  2. Nun werden alle Zutaten mit der geraspelten Seife in einer Schüssel gut vermengt.

  3. Optional können noch einige Tropfen ätherisches Öl hinzugefügt werden, damit deine Wäsche angenehm duftet.

  4. Das selbstgemachte Waschmittel zum Schluss in ein Glas füllen und gut verschließen. Für die Verwendung des Waschmittels gibst du je nach Waschladung 2-3 EL Waschpulver ins Waschmittelfach.

Flüssigwaschmittel aus Waschsoda herstellen

Du bevorzugst flüssiges Waschmittel für deine Wäsche? Kein Problem! Auch Flüssigwaschmittel kannst du kinderleicht selbst herstellen. Ähnlich wie für das Waschpulver wird hier als Hauptbestandteil das Waschsoda sowie Seife verwendet. Das fertige Waschmittel kannst du dann in einer leeren Waschmittelflasche, einem Kanister oder einer Glasflasche aufbewahren.

 

Zutaten für eine volle Flasche Flüssigwaschmittel:

  • 20 g Kernseife 
  • 20 g Gallseife
  • 5 EL Waschsoda (reines Soda)
  • 2,5 Liter Wasser
  • Optional: 10-15 Tropfen ätherisches Öl

 

DIY-Anleitung:

Koche das Wasser in einem Topf auf und zerkleinere währenddessen die Seife mit einer Reibe oder einem Messer. Nun werden die Seifenflocken mit dem kochenden Wasser im Topf vermischt. Die Masse wird kräftig mit einem Schneebesen verrührt, bis sich alles aufgelöst hat. Ganz langsam gibst du nach und nach das Waschsoda hinzu, damit es nicht zu viel schäumt. Dann lässt du es vollständig abkühlen und nach einigen Stunden sollte sich eine milchige, dicke Flüssigkeit gebildet haben. Wenn das Waschmittel im kalten Zustand zu hart wird, rühre die Mixtur noch einmal kräftig um. Nun kannst du noch ein paar Tropfen ätherisches Öl nach Wahl hinzugeben. Et voila – nachdem du das Flüssigwaschmittel in eine Flasche gefüllt hast, ist es einsatzbereit!

Achtung! Das Flüssigwaschmittel ist nicht für Feinwäsche und Wolle geeignet, da das Waschsoda die Fasern aufquellen lassen kann. Für feine Wäsche solltest du daher ein Waschmittel ohne Soda verwenden. Mehr dazu erfährst du im DIY für Fein- und Wollwäsche.

Lunar Waschmaschinen

Waschmittel aus Kastanien selber machen

Eine Zutat, großer Effekt: Statt herkömmliches Waschmittel oder Waschnüsse für die Wäsche zu verwenden, kann man seine Kleidung auch ganz einfach mit Kastanien waschen. Sie enthalten viele Saponine, die im Wasser seifenähnliche Eigenschaften haben und daher ideal zum Waschen sind. Das Beste an diesem DIY ist, dass es (fast) nichts kostet und super schnell gemacht ist. Hier ist das einfache Waschmittel-Rezept ganz ohne Kernseife:

 

Rezept für eine Waschladung:

  • 5-7 Kastanien
  • 300 ml Wasser

Die Kastanien werden zunächst gründlich gewaschen und in kleine Stücke geschnitten. Anschließend gibst du die Kastanien mit Wasser in ein Vorratsglas, z. B. ein leeres Schraubglas. Schüttle das verschlossene Glas so lang, bis sich im Inneren Schaum bildet. Danach lässt du das DIY-Waschmittel am besten über Nacht ziehen. Im letzten Schritt werden die Kastanien aus dem Glas abgeseiht und das Waschmittel kann wie gewohnt zum Waschen verwendet werden. Für weiße Wäsche kannst du auch 2 EL Waschsoda in die Waschkammer geben, um die Reinigungskraft zu erhöhen.

 

So kannst du Kastanien-Waschmittel das ganze Jahr verwenden:

Im Gegensatz zu Waschpulver oder Flüssigwaschmittel ist Kastanien-Waschmittel nicht lagerfähig, weshalb es innerhalb von 2-3 Tagen aufgebraucht werden sollte. Damit das Kastanien-Waschmittel nicht saisonabhängig ist, kann man auch gleich eine größere Menge Kastanien sammeln und diese, nachdem sie in kleine Stücke geschnitten wurden, auf einem großen Tuch 2-3 Tage bei Zimmertemperatur trocknen lassen. So stehen die getrockneten Kastanien das ganze Jahr für die Herstellung von Waschmittel zur Verfügung.

Woll- und Feinwaschmittel aus Kernseife herstellen

Empfindliche Textilien aus Wolle und Seide brauchen besondere Pflege. Anstelle des herkömmlichen Pflegestoffes Lanolin (Wollwachs) verwenden wir für unser selbstgemachtes Waschmittel eine einfach verfügbare Alternative - und zwar Alkohol. Wie das funktioniert und was du dafür benötigst, zeigen wir dir jetzt:

 

Zutaten und Anleitung für 350 ml Fein- und Wollwaschmittel:

  • 50 g Kernseife
  • 250 ml Wasser
  • 100 ml hochprozentigen Alkohol oder Brennspiritus
  • Optional: 10 Tropfen ätherisches Öl

 

  1. Rasple im ersten Schritt die Kernseife klein.

  2. Gib nun die 250 ml Wasser in einen Topf und lass es aufkochen.

  3. Dann den Topf vom Herd nehmen, Flüssigkeit kurz abkühlen lassen und den Brennspiritus oder hochprozentigen Alkohol hinzugeben.

  4. Rühre alles noch einmal gründlich durch und fülle es in eine Flasche. Wenn du magst, kannst du auch hier wieder ätherisches Öl hinzugeben.

Weichspüler aus Zitronensäure oder weißem Essig machen

Wer kennt es nicht? Kratzige Handtücher und Wäsche nach einem Waschgang sind keine Seltenheit. Ein Weichspüler kann hier Abhilfe schaffen. Doch statt auf teure, meist mit vielen Zusatzstoffen versetzte Produkte zurückzugreifen, kannst du den Weichspüler ganz einfach selber machen.   

 

Was es beim Weichspüler für weiße und schwarze Wäsche zu beachten gibt:

Wie bereits erwähnt, ist Zitronensäure ein natürlicher Wasserenthärter und sorgt somit für einen Weichspüler-Effekt sowie eine aufhellende Wirkung. Wenn man Weichspüler für dunkle Textilien herstellt, sollte man statt Zitronensäure weißen Essig (auch destillierter Essig genannt) verwenden. Die flüssige Säure verhindert Grauschleier und das Verblassen der Farben bei schwarzer oder bunter Wäsche. Verzichte aber auf fruchtige Essigsorten wie Apfelessig oder Weißweinessig, da diese die Textilien verfärben können. Auch die Vermischung von Bleichmittel und weißem Essig unbedingt vermeiden, da dadurch gefährliche Gase entstehen können!

 

Zutaten für den selbstgemachten Weichspüler:

  • 5 EL pulverisierte Zitronensäure oder weißer Essig
  •  1 Liter Wasser
  • 20 Tropfen Teebaumöl
  • 20 Tropfen ätherisches Öl nach Wahl

 

Weichspüler selber machen: 3-Schritte-Anleitung:

  1. Als Erstes gibt man die Zitronensäure oder den weißen Essig sowie das Wasser mithilfe eines Trichters in eine leere Flasche.

  2. Anschließend kommt das ätherische Öl und das Teebaumöl hinzu.

  3. Die Flüssigkeit gut verrühren und schon ist der selbst hergestellte Weichspüler fertig!
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Ob Flüssigwaschmittel, Waschmittel aus Kastanien oder Weichspüler - ein Waschmittel aus natürlichen Zutaten selber herzustellen, bietet zahlreiche Vorteile. Es ist preiswerter als gekaufte Produkte, es ist umweltfreundlicher, weil keine Chemikalien verwendet werden, und es ist sanfter für die Haut. Mit ätherischen Ölen lässt sich zudem ein individuelles Dufterlebnis für deine Wäsche zaubern. Also ran an die Wäsche und viel Spaß bei den DIYs!

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